Der Aufruhr in der Demokratie verheißt nichts Gutes für Laschets Medien „wende“. Die CDU konnte ihnen nie vertrauen. Aber das war und ist nicht die Schwäche, sondern die Stärke der Union.

Einst wurde er nicht ernst genommen, nun ist Olaf scholz der große Konnkurrent. (Bild: Pixabay.com)

Während die SPD-Wahlplakate vor ein paar Wochen noch als offensichtlicher Fehler angesehen wurden, werden sie heute als Coup verkauft. Noch vor wenigen Wochen galt Olaf Scholz als unpopulärer und peinlicher Kandidat, heute wird er als versierter Profi bewundert. Noch vor ein paar Wochen wurde die SPD als linkes Zugwrack verspottet; heute wird sie ernsthaft als eine Partei angesehen, die an die Zeiten von Helmut Schmidt anknüpft.

Die Serie könnte auch zeigen, dass die Kanzlerkandidaten und ihre Parteien, nicht nur die SPD, zum Spielball von Stimmungen geworden sind, die sie selbst nur schwer verstehen. Die SPD und Scholz unterscheiden sich von den anderen nur dadurch, dass sie nur zu gerne glauben, dass sie diesen Zustand selbst geschaffen haben. In „Trielle“ sehen sie den ultimativen Beweis für diese Behauptung.

Annalena Baerbock und Armin Laschet können höchstens behaupten, dass sie die Atmosphäre geschaffen haben, aber in umgekehrter Weise. Baerbock hat sich von ihren Stolpersteinen erholt, scheitert aber weiterhin. Laschet hingegen erleidet immer noch eine Flut von Lachern.

Das ist weder ein Skandal noch eine Ursache, aber der Fehler kam zu einem entscheidenden Zeitpunkt im Wahlkampf. Es war übrigens eine dramatische Phase, als die ersten Plakate auftauchten. Angela Merkel war nicht mehr da. Die Leute schauten sich um und fragten sich: Wer ist jetzt unsere Merkel? Daran hatte Scholz mehrere Jahre lang gearbeitet.

Die unmögliche Rolle von Laschet

Laschets Lachen hatte nichts mit seiner Eignung als Kanzler zu tun, sondern spiegelte das Bild einer Partei wider, die verzweifelt war und aufgrund einer schwierigen Übergangsphase und einer höllischen Auswahl an Kandidaten ihre Wahlkampffähigkeit verloren zu haben schien. Die Rolle, die Laschet seitdem spielen musste, ist fast unmöglich: keine Merkel, aber trotzdem ein bisschen Merkel; keine Regierung, aber trotzdem ein bisschen Regierung; keine Opposition, aber trotzdem ein bisschen Opposition.

Scholz seinerseits lacht darüber, dass immer behauptet wurde, die SPD sei in der Regierung gar nicht so schlecht, aber das war sie leider nicht, denn Merkel hat alles geschluckt wie Sonnenschein. Jetzt ist sie weg und Scholz strahlt so hell, wie er kann.

Die Randalierer in München und Berlin können sich selbst die Schuld geben, dass die CDU/CSU, geblendet von Söders Genialität, das nicht kommen sah und ihn in letzter Minute umlegte. Mit Scholz wurde überhaupt nicht gerechnet. Außerdem wurde die rot-rote Perspektive erst zu einer echten Bedrohung, als klar wurde, dass die Grünen nur dann an einem Bündnis interessiert waren, wenn es keine Chance auf eine linke Mehrheit gab.

Quellen: https://www.faz.net/aktuell/politik/inland/armin-laschet-in-not-warten-auf-eine-wende-in-seiner-rolle-17546515.html,, https://pixabay.com/de/illustrations/abstimmung-ankreuzen-auslese-33737/

Von Diana

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